Zuerst: Sicherheit
- Halte an und schalte den Motor aus, wenn du das gefahrlos kannst.
- Bring dich und andere aus dem Verkehr, wenn ein Wegbewegen sicher ist. Schalte die Warnblinkanlage ein und stell, falls vorhanden, ein Warndreieck auf.
- Steh nicht auf der Fahrbahn. Bleib hinter einer Leitplanke, wenn es eine gibt.
Auf Verletzungen prüfen
- Prüfe dich selbst und alle anderen Beteiligten. Adrenalin kann Schmerzen verdecken.
- Nimm einem Fahrer den Helm nicht ab, wenn eine Kopf- oder Halsverletzung möglich ist, es sei denn, es ist nötig, um die Atemwege freizuhalten, und du weißt, wie es geht. Warte nach Möglichkeit auf den Rettungsdienst.
- Bewege niemanden mit möglicher Wirbelsäulenverletzung, außer er ist in unmittelbarer Gefahr.
Hilfe rufen
Wähle die örtliche Notrufnummer, wenn jemand verletzt ist, wenn Gefahr durch den Verkehr oder durch Kraftstoff besteht oder wenn das Gesetz eine Meldung verlangt. Nenne den genauen Ort und sag, wie viele Personen Hilfe brauchen.
Die Unfallstelle dokumentieren
- Mach, sobald es sicher ist, Fotos von den Fahrzeugen, der Straße, den Schäden und von Schildern oder Markierungen.
- Tausche Namen, Kontaktdaten und Versicherungsangaben mit den anderen Beteiligten aus.
- Notiere Zeugen und ihre Kontaktdaten.
- Streite am Unfallort nicht über die Schuldfrage und unterschreibe nichts, was du nicht verstehst.
Danach
- Lass dich ärztlich untersuchen, auch wenn du dich gut fühlst. Manche Verletzungen zeigen sich erst später.
- Melde den Unfall deinem Versicherer und, wenn in deinem Land vorgeschrieben, den Behörden.
- Fahr das Motorrad nicht nach Hause, wenn es unsicher sein könnte. Organisiere den Abtransport.
- Ersetze deinen Helm, wenn er einen Aufprall abbekommen hat, und lass deine übrige Ausrüstung prüfen.
Bewahre deine Papiere und Notfalldaten so auf, dass du sie schnell findest.
Das sind allgemeine Informationen, keine medizinische oder rechtliche Beratung. Folge den Anweisungen des Rettungsdienstes und den örtlichen Regeln.
