Beginne mit der Anleitung
Die Betriebsanleitung oder ein Aufkleber am Tankdeckel nennt die Mindestoktanzahl und die Kraftstoffart, die dein Motor braucht. Eine niedrigere Oktanzahl als vorgeschrieben kann Klopfen und Schäden verursachen. Eine höhere als vorgeschrieben bringt meist keinen Vorteil.
Was die Zahlen bedeuten
- Die Oktanzahl zeigt, wie gut ein Kraftstoff Klopfen widersteht. Verschiedene Länder verwenden unterschiedliche Skalen, etwa ROZ oder AKI, daher passt die Zahl an der Zapfsäule nicht unbedingt direkt zur Anleitung.
- Prüfe, welche Skala deine Anleitung verwendet, und wähle die gleichwertige Sorte.
Ethanolmischungen
- Viele Kraftstoffe enthalten etwas Ethanol. Die meisten modernen Motorräder sind für die in ihrem Markt verkauften Mischungen ausgelegt, ältere Motorräder und manche Kraftstoffsysteme reagieren aber empfindlich auf höhere Anteile.
- Ethanol zieht Wasser an, daher kann ein Motorrad, das wochenlang steht, alten oder verunreinigten Kraftstoff bekommen.
- Die Anleitung nennt, welche Mischungen zugelassen sind. Verwende keine Mischung, die sie nicht erlaubt.
Alter Kraftstoff und Lagerung
- Kraftstoff kann schon nach wenigen Monaten schlecht werden, besonders in einem halb leeren Tank. Wenn das Motorrad lange steht, folge den Hinweisen im Ratgeber zur Langzeitlagerung.
- Wenn ein Motorrad lange stand und schlecht anspringt, kippe nicht viel frischen Kraftstoff dazu und fahr los. Frag im Zweifel einen Mechaniker.
Wenn du den falschen Kraftstoff getankt hast
Wenn du einen Kraftstoff getankt hast, für den dein Motorrad nicht ausgelegt ist, starte den Motor nicht. Hol Hilfe und lass den Tank entleeren. Ein Start kann das Problem im ganzen System verteilen.
Kraftstoffsorten und Mischungen unterscheiden sich je nach Land und ändern sich mit der Zeit. Befolge immer deine Betriebsanleitung.
